Arbeitsweise

Wir betreiben eine Wanderimkerei. Dazu stellen wir unsere Bienen nach Ende einer Honigsammelphase, die der Imker "Tracht" nennt, an einen anderen Ort. Die Blühphasen sind natürlich nicht in jedem Jahr exakt gleich, aber es gibt doch klare Erfahrungswerte, nach denen die Imker ihre Arbeit ausrichten.

Der erste Honigraum wird normalerweise eine Woche vor Beginn der Kirschblüte gegeben. Die Blütenhonigernte findet immer gegen Ende Mai statt. Die Robinie (Akazie) blüht gewöhnlich vom 25. Mai bis zum 10. Juni während die Linde und die Edelkastanie ab dem 10. Juni mit ihrer Blüte beginnen. Bei Fichte und Weißtanne sind es nicht die Blüten, die Honig sekretieren, sondern die auf ihren nadeln und Ästen sitzenden Blattläuse. Aufgrund dieser in jedem Jahr sehr ähnlichen Abläufe kann der Imker Sortenhonig ernten.

Das Bienenjahr beginnt in den Augen des Imkers im Herbst. Ab Ende Juli werden die Bienen für den Winter vorbereitet, das heißt es wird kontrolliert, ob die Königin noch genug Legeleistung hat um ein starkes Wintervolk aufzubauen. Das ist übrigens ein natürlicher Prozess. Würde der Imker nicht kontrollierend eingreifen, dann würde das Bienenvolk die Königin selbstständig und rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit erneuern.

Da wir im angepassten Brutraum und mit einem Absperrgitter zwischen Brut- und Honigraum arbeiten, kommt bei uns Honig nur in unbebrütete Waben. Auch im Brutraum sind nicht viele überzählige Zellen, in dem die Bienen Nektar zwischenlagern können. Daher auch der klare, frische Geschmack unseres Honigs.

Wir lassen unsere Bienen der Reihe nach Kirschblütenhonig, Rapshonig, Akazienhonig, Lindenblütenhonig und Alpenrosenhonig machen. In manchen Jahren dürfen sie dann auch noch in den Wald, um den köstlichen dunklen Waldhonig zu sammeln. Gerade die Baumtrachten sind für die Bienen besonders wohltuend, da diese Pflanzen naturrein und ungespritzt sind.

Natürlich vermehren wir einen Teil der benötigten Bienenköniginnen in unserem Betrieb. Wir holen aber auch in jedem Jahr Königinnen von anderen Züchtern, um unseren Genpool ständig zu vergrößern um uns so an vitalen und gesunden Bienenvölkern freuen zu können.

Sie können wenn Sie selbst Imker sind gerne mit uns Kontakt aufnehmen, um mehr über das Arbeiten im Angepassten Brutraum zu erfahren. Wir gewähren Ihnen Einblick in unsere Imkerei. Lehrgänge und Studienreisen führen wir im Rahmen der Prof. Ludwig Armbruster Imkerschule durch.